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Lehrstuhl für Allgemeine So­zio­lo­gie

mit den Schwerpunkten The­o­ri­en der Moderne und der Globalisierung, Wissenssoziologie, Kultursoziologie, So­zio­lo­gie der Menschenrechte, Geschlechterverhältnisse, Naturverhältnisse, Interpretative Sozialforschung

Reflexive Modernisierung und die Kosmopolitik des Sozialen

Die Geschichte der Moderne ist eine gebrochene Geschichte. Die Versprechen der Aufklärung auf Freiheit, Gleichheit, Solidarität sind in vieler Hinsicht nicht erfüllt, die Moderne ist ein unvollständiges Projekt geblieben. Unter den Be­din­gun­gen von Individualisierung, Globalisierung sowie angesichts weltweit erfahrbarer Risiken und Problemlagen finden zugleich Prozesse einer Kosmopolitik des Sozialen statt, durch die sich neue Denk- und Handlungsspielräume eröffnen. Sie umfassen die Einbeziehung des zuvor Ausgeschlossenen in den Kontext der je eigenen Lebens- und Alltagswelt, sie lösen etablierte, institutionell stabilisierte Unterscheidungen auf und verändern die gesellschaftliche Konstruktion von Wirklichkeit sowohl in globalen als auch lokalen Zusammenhängen.

Das Arbeitsprogramm des Lehrstuhls wendet sich – anknüpfend an modernisierungs- und globalisierungstheoretische, wissenssoziologische und kultursoziologische Zugänge – einer solchen Trans­for­ma­tion und Verwandlung der Moderne auf der Ebene von Subjektkonstruktionen, Erfahrungsräumen und Existenzweisen zu. Untersucht wer­den Wandlungsprozesse symbolischer und sozialer Ordnung sowie deren Folgen für Wissen und soziales Handeln. Von besonderem In­te­res­se­ sind die Differenzierungen und Grenzverschiebungen innerhalb der humanen (auf ‚den‘ Men­schen bezogenen) und zur nicht-humanen Welt (Natur, Dinge). Das In­te­res­se­ gilt da­rü­ber hinaus der Fra­ge der diskursiven und praktischen Genese von Wissen über die Welt, was sowohl Alltagswissen als auch wissenschaftliches Wissen umfasst.

Damit verbundene, aktuelle For­schungs­the­men beziehen sich z.B. auf die Konstitution und Konstruktion des Men­schen als Menschenrechts- und Menschenwürdesubjekt, auf Fragen der Geschlechterungleichheit und Geschlechterdifferenz, die Ver­mitt­lung von Natur und Kultur, Globalität und Lokalität, neue Formen der Solidarität sowie die Ent­wick­lung von (wis­sen­schaft­lichen und ge­sell­schaft­li­chen) Wissenskulturen. Den kon­zeptio­nellen Rah­men bilden die The­o­rie Reflexiver Modernisierung und das Kon­zept einer Kosmopolitik des Sozialen.

 

Dort­mund, Februar 2021

Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Cam­pus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duis­burg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, au­ßer­dem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Cam­pus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zu­rück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Cam­pus Nord und den kleineren Cam­pus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.